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#myofficedog 2021 · Alles Liebe ❤️

#myofficedog2021 · My Office Dog 2021 · Reise zum Kollege Hund Probetag am 24. Juni 2021 · Stephanie Kohlsaat Creative Mind FeelGood @Work

Warum wir mit Hunden leben

Bei meiner Recherche stieß ich auf ein Zitat des Schriftstellers Milan Kundera: „Hunde sind unsere Verbindung zum Paradies. Sie kennen weder Sünde noch Eifersucht noch Unzufriedenheit. An einem herrlichen Nachmittag mit einem Hund auf einem Hügel zu sitzen, heißt zurück zu sein im Garten Eden, als Nichtstun nicht Langeweile bedeutete, sondern Frieden.“

 

Dies ist ein sehr emotional geprägtes Zitat. Jedoch bereits seit Darwin stellt die Beziehung zwischen Mensch und Hund ein großes Forschungsfeld dar. Sehr interessante Studien werden aktuell in Ungarn am Lehrstuhl von Ádám Miklósi durchgeführt. Dort haben sie erstmals ganz normalen Familienhunden beigebracht, über Minuten mit Kopfhörern über den Ohren komplett still zu liegen und sich in ein MRT schieben zu lassen. Dadurch ist es gelungen, die Gehirnaktivitäten von Hunden sichtbar zu machen. Dieser Ádám Miklósi ist überzeugt davon, dass die Liebe des Hundes zum Menschen zu einem Instinkt geworden ist. D.h., dass die Liebe genetisch verankert und somit angeboren ist.

 

Man geht im Moment davon aus, dass „Hunde im Verlauf der Domestizierung viele sozial-kognitive Fähigkeiten des Menschen übernommen haben, wodurch so etwas wie eine gemeinsame Evolution stattfand“ (Brian Hare, Psychologe, Duke-University, USA).

 

Das hat so weit geführt, dass Hunde sogar von den selben Krankheiten geplagt sind, wie wir Menschen. Krebs, Herzkrankheiten, Allergien, etc. Darüber hinaus psychische Leiden wie z.B. ADHS. Ádám Miklósi vermutet, dass sich sogar die Entstehungsmechanismen gleichen, da gleiche Gehirnareale betroffen sind. Auch dies führt man auf die lange gemeinsame Entwicklungsgeschichte in der gleichen Umgebung zurück.

 

Hunde haben im Laufe ihrer Evolution einfach eine enorme Anpassungsfähigkeit entwickelt, die sie gezielt auf den Menschen ausgerichtet haben.

 

So haben Hunde auch eine differenzierte Lautsprache entwickelt. Die Verhaltensbiolog*innen in Ungarn konnten 6.000 verschiedene Belllaute identifizieren. Damit drücken Hunde ihre Wünsche, Stimmungen und Gefühle aus. Allein, um das Zusammenleben mit den Menschen zu verbessern. Der Hund hat sich an die Signale des Menschen angepasst. Da die Lautäußerungen sehr ähnlich sind, verstehen sich Hund und Mensch gegenseitig.

 

Hunde können die Mimik von Menschen lesen. Trauer, Stress, etc. Sie verstehen, wenn wir mit dem Finger auf etwas zeigen. Sie folgen unserem Fingerzeig mit ihrem Blick. Etwas, was andere Tiere beides nicht können.

 

Hunde sind überaus kooperativ mit dem Menschen. Und exakt diese Kooperation macht den Hund so einzigartig für uns als Begleittier. Sie ist der Grundstein für diese besondere Beziehung.

 

Hunde sind tatsächlich die wunderbarsten (im wahrsten Sinne des Wortes) Gefährten für Kinder, alte Menschen und Mensch mit besonderen Bedürfnissen als Therapiehund.

 

Aber auch uns Menschen on the Job, in der Hektik des Alltags, sind sie wertvolle Begleiter. Sie stoßen uns auf unsere elementaren Bedürfnisse und puffern unsere soziale Entwurzelung.

Schau mir in die Augen

Noch ein Experiment von Brian Hare: Er versteckte Futter in einer Kiste. Seine jungen Wölfe versuchten sofort mit Zähnen und Krallen die Kiste zu öffnen. Den Menschen beachteten sie nicht. Seine jungen Hunde jedoch gaben das sinnlose Unterfangen bald auf und wandten sich an den Menschen. Sie wandten sich an den Menschen mit einem bettelnden Welpenblick. Das bewegte Hare sofort dazu, die Kiste für das Hündchen zu öffnen.

 

Man sagt heute, dass dieser Welpenblick auch ein Instinkt ist, also angeboren und ein Angebot der Hunde, sich auf sie einzulassen.

 

In Japan haben Forscher um Miho Nagasawa bewiesen, dass wenn sich Hund und Mensch nur in die Augen sehen, wird bei beiden das Hormon Oxytocin im Gehirn freigesetzt. Das erzeugt das Gefühl des Geliebt Werdens. Geliebt Werden ist das, wonach wir uns alle immer sehnen.

 

Ich als Hundebesitzerin darf das jeden Tag erleben.

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